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Meine freudvolle Planung zum Umbau meines Autos in ein Mini-Wohnmobil hat heute einen derben Dämpfer bekommen. Grund dafür sind erneut Startschwierigkeiten des Motors.

Diese Problematik begleitet uns, seit ich den Wagen vor drei Monaten gekauft habe. Vor vier Wochen wurden umfangreiche, teure Reparaturen vorgenommen und ich dachte, dass nun alles gut läuft. Tja, bis heute.

Ich gebe zu, dass ich zwischendurch schon den Eindruck hatte, dass der Motor nach kurzer Zeit wieder nicht sauber läuft, aber ich habe auf die Meinungen anderer gehört („Das kann bei alten Autos schon mal vorkommen, dass die hinten raus rußen.“) und ich wollte mich als unwissende Erstes-Auto-Besitzerin auch nicht völlig bloßstellen, indem ich wegen jedem Pups des Wagens die Werkstatt ansteuere. Das kostet ja auch jedes Mal Geld und ich habe inzwischen wahrlich viel davon in dieses Auto investiert.

So saß ich heute also hinter dem Lenkrad und der Motor startete wieder nicht. Stattdessen fuhren meine Emotionen Achterbahn. Eine rasante Fahrt vorbei an Unglauben und Hoffnung, steil hinunter in die Enttäuschung und hoch hinauf bis zur Wut, um dann zum Ende hin mit Schwung in die Trauer und Verzweiflung zu gleiten. Die Emotionen sausten rauf und runter, durch enge Kurven und ich konnte mich nur mit Mühe halten, um nicht aus der Bahn zu fliegen. Ich brauchte mehrere Runden in dieser Achterbahn, um zu erkennen, dass da offenbar ein wichtiges Thema für mich drinsteckt. Kaum hatte ich das erkannt, stoppte die Fahrt und ich konnte aussteigen. Puh…!

Warum trifft es mich so sehr, dass mein Auto wieder nicht fährt?

Vordergründig steht die Sorge, dass eine erneute Reparatur meine finanziellen Möglichkeiten übersteigt. Und das führt unweigerlich zum zweiten und für mich sehr elementaren Grund: dem Verlust meiner Freiheit, die ich durch mein Auto gewonnen habe.

Zudem hängt meine Zukunftsplanung an diesem Auto. Aktuell laufen die Vorbereitungen, meine Wohn- und Lebenssituation so zu verändern, dass ich gemeinsam mit Bounty in diesem Auto lebe. Ohne feste Bleibe und nur mit sehr wenig Besitz. Ich möchte reisen, verschiedene Orte und Menschen kennenlernen und Erfahrungen beim Leben in und mit der Natur sammeln.

Mein Auto schenkt mir die Freiheit, all diese Dinge zu tun. Ja, seit ich dieses Auto habe, fühle ich in mir eine Freiheit, die ich so vorher noch nie empfand.

Aber wie frei bin ich wirklich?

In Wirklichkeit bin ich immer noch abhängig – vom Funktionieren meines Autos, von Geld, vom Wohlwollen und der Unterstützung anderer Menschen, von einer stabilen Gesundheit, einem ausgewogenen Nahrungsangebot, sauberem Wasser, von Strom und Internet, meinem Notebook, dem Smartphone und so weiter.

Und noch viel gravierender ist der Umstand, dass ich – und du vielleicht auch – das Glücklichsein ein Stück weit von dem Vorhandensein materieller Dinge oder bestimmter Lebenssituationen abhängig machen.

> Wenn ich genug Geld habe, dann…

> Wenn ich in Rente bin, dann…

> Wenn ich wieder gesund bin, dann…

> Wenn ich dies habe/jenes bin oder die Situation so und so ist, dann…

Ja, und wenn ich dieses oder jenes nicht bin oder habe, dann fühle ich mich eingeschränkt, bin unzufrieden, unglücklich, werde krank und so weiter.

Wie oft machen wir äußere Umstände für unser Wohlergehen, unsere Lebenssituation und die Erfüllung unserer Wünsche verantwortlich?

Wir haben es selbst in der Hand. Wir sind nicht so klein und machtlos, wie wir oft denken. Wir sind umgeben von einer unendlichen Anzahl von Möglichkeiten, aus denen wir wählen und unser Leben gestalten können. Je weniger ich mich von bestimmten Dingen, Menschen oder Situationen abhängig mache, umso freier werde ich in meiner Lebensgestaltung. Ich nehme an, was jetzt in meinem Leben ist, und öffne mich den Möglichkeiten, die sich zeigen.

Ich freue mich sehr, wenn mein Auto mich noch einige Jahre begleitet. Ich freue mich aber auch, wenn sich ein anderer Weg zeigt. Letztendlich habe ich alles, was geschieht, in der jeweiligen Form selbst gewählt – wenn auch unbewusst. Denn nichts – rein gar nichts – geschieht ohne das Drehbuch und die Regie der Seele.

Der Weg der Akzeptanz und des Annehmens in Verbindung mit tiefem Vertrauen in das Höhere Selbst (die Seele) und damit in die Quelle allen Seins ist der wahre Weg zur Freiheit.


Foto: pixabay.com, PublicCo (https://pixabay.com/photos/ocean-sunset-person-silhouette-2203720/)

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