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Fast vier Monate war es still in Oonas Welt. Ich gestehe… ich habe aufgrund meines Umzugs und der neuen Lebenssituation etwas den Anschluss verloren und bin mir gerade auch noch nicht ganz klar darüber, wie ich dieses Blog weiterführen möchte.

Für alle, die mir hier schon länger folgen: Ich bin nicht wie geplant in Beilngries (Bayern) angekommen sondern stattdessen in Rheinland-Pfalz zunächst an der Mosel und vor wenigen Wochen dann ein paar Kilometer weiter nördlich am Rhein gelandet.

Diese neuen Wohnsituationen haben dazu geführt, dass sich meine Ziele in den vergangenen Wochen stark verändert haben. In allen Bereichen meines Lebens befinde ich mich zurzeit in einer Neuorientierung.

Ende März habe ich Hamburg verlassen und bin seitdem auf der Reise zu mir selbst. Eigentlich war ich das auch vorher schon, aber da war ich auch noch sehr in den alten, gewohnten Strukturen eingebunden und damit in meiner Komfortzone sicher aufgehoben. Das ist jetzt anders.

Jetzt bin ich ohne therapeutisches Netzwerk, ohne eigene Mietwohnung, ohne finanzielle Unterstützung seitens des Sozialamtes und inzwischen auch ohne Plan, wie ich mein Leben überhaupt gestalten möchte.

Mein Selbst- und Weltbild sind in sich zusammengefallen wie ein Kartenhaus, bei dem man unten eine Karte herauszieht. Alles, was ich für dieses und die folgenden Jahre geplant hatte und worin ich meinen Weg sah, ist fort. Ich hatte mich für die „New Spirit“- Ausbildung angemeldet (015) und wollte anschließend Menschen im Hospiz betreuen und deren Angehörige durch die Zeit der Trauer begleiten. Dort sah ich mich – helfend, stützend, begleitend, liebevoll und leuchtend wie ein Engel. Nichts davon ist jetzt noch präsent.

Einige, die mich schon lange kennen, werden jetzt sicherlich denken: „Ja, das war doch klar. Sie hat immer irgendwelche Ideen, fängt euphorisch eine Sache an und macht sie dann nicht zuende.“ Ich war schon immer etwas sprunghaft im Leben, ja. Doch in der Sache mit der Ausbildung und der Sterbebegleitung war ich mir total sicher. Das ist meine Aufgabe in diesem Leben. Darin finde ich Erfüllung. Ja – und wie ist es jetzt?

Ich spüre in mir seit Wochen Null Komma Null Verbindung zu diesen Zielen. Was ist da passiert? An welchem Punkt meines Umzugs ist mir diese Verbindung verloren gegangen? Kommt die Verbindung irgendwann wieder und kann ich dann wieder daran anknüpfen? Möchte ich das überhaupt noch? Ich weiß es nicht. Alles, was irgendwie Bestand hatte, ist in den letzten Wochen durcheinander gepurzelt.

Die Lebensituation, in der ich mich seit Anfang April befinde, konfrontiert mich mit völlig anderen Lerninhalten, als ich sie vorher in meiner gefestigten Alltagsstruktur hatte. Die Fragen, die mich zurzeit hauptsächlich beschäftigen, sind:

Wie füge ich mich in eine Wohngemeinschaft ein?

Habe ich Verpflichtungen und wenn ja, welche?

Wie kann ich mich abgrenzen und (trotzdem) meine Bedürfnisse zum Ausduck bringen?

Was kann ich zum Gemeinschaftsleben beitragen?

In welcher Form kann ich meine Dankbarkeit zeigen, wenn nicht mit Geld?

Möchte ich überhaupt in einer Wohngemeinschaft leben oder doch lieber nur gemeinsam mit meiner Hündin?

Womit finanziere ich meinen Lebensunterhalt?

Wieviel Austausch mit anderen Menschen brauche ich, um mich wohlzufühlen und mich weiterzuentwickeln?

Mit welchen Menschen möchte ich mich umgeben?

Wie möchte ich mich darstellen?

Wer möchte ich sein? Und …

Wer bin ich überhaupt im Kern meines Seins?

Ich lerne gerade, dass es im Leben nicht darauf ankommt, jemand zu sein. Denn dabei ginge es hauptsächlich um die Anerkennung von außen, um Status, Ansehen etc. Genauso wenig geht es darum, dass ich mich gut fühle, weil ich etwas für andere tue, ihnen helfe oder aktiv die Welt verändere. Damit würde ich mein Wohlbefinden und Erfüllt-sein an mein Tun knüpfen und mich so viel zu sehr über mein Tun definieren. Nein, ich möchte mich aus mir heraus wohlfühlen – grundlos, einfach aus meinem Sein heraus. Nicht, weil ich einen Nutzen für andere darstelle, sondern weil ich in mir Freude fühle für das, was ich bin und kann. Natürlich wäre es schön, wenn andere Menschen meine Freude teilten. Doch das soll nicht länger der Grund für mein Tun sein.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der so gut wie jeder glaubt, dass man nur dann überlebt und der Gemeinschaft dient, wenn man arbeiten geht und Geld verdient oder sich wenigstens ehrenamtlich engagiert. Das wäre die Pflicht eines jeden Bürgers. Ich fühlte mich sehr viele Jahre lang nutzlos und minderwertig, weil ich das nicht erfüllte, und ich hatte Angst, dass ich nun mit meinem winzigen monatlichen Einkommen untergehen würde. Obdachlos, hungrig und einsam. Diese Angst habe ich noch nicht ganz abgelegt, aber ich lerne und erkenne in kleinen Schritten, dass ich mir und dem Leben vertrauen darf.

So wohne ich z.B. seit April mietfrei. Hier habe ich Raum, um mich zu entdecken und einfach zu sein. Es gibt keinerlei Vorgaben, dass ich etwas tun muss, um die „Miete“ für das Zimmer abzuarbeiten. Es gibt nicht einmal einen Mietvertrag. Hier darf ich lernen, bedingungslos zu empfangen. Und ich lerne zu erkennen, was ich der Welt bereits nur durch mein Sein schenke.

Und nicht alles im Leben muss auf finanziellem Weg ausgeglichen werden. Allein schon der Gedanke, dass etwas ausgeglichen werden müsste, hält die Menschen in einem System fest, das auf Erwartung und Schuld basiert. Das ist keine gute Basis für ein freies Leben.

Ich möchte frei sein – im Innen wie im Außen – und mein Leben eigenmächtig gestalten. Frei von gesellschaftlichen Zwängen, frei von Angst, frei von selbstgemachten Einschränkungen und Abhängigkeiten, erfüllt mit Freude und Dankbarkeit in jedem Augenblick.

Meine nächsten Schritte fußen also auf den Fragen „Was macht mir Freude?“ und „Wie erschaffe ich mehr erfreuliche Situationen in meinem Leben?“

***

Oonas Welt wartet auf mich und ich bin auf dem Weg dorthin.

In Schleifen und Kurven, über Berge und durch Täler.

Und manchmal auch im Kreis – aus Unwissenheit oder Unachtsamkeit.

Dann schickst DU mir Hinweise, die mich an mein Ziel erinnern und mich wieder auf Kurs bringen.

Die Richtung, in die DU mich führst, heißt bedingungslose Freude.

Ich danke DIR!

***

Bild: pixabay.com, Alexas_Fotos (https://pixabay.com/illustrations/balloon-colorful-flying-sky-706083/)

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