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Meine Euphorie der Aufbruchsstimmung hat einen deutlichen Dämpfer bekommen. Sowohl die Reaktionen in meinem Inneren als auch die im Außen haben mich ausgebremst. Und so hat dieses wunderbare Glücksgefühl leider nicht lange angehalten. Ich bin etwas enttäuscht, wie leicht ich mich doch noch beeinflussen und verunsichern lasse. Da wäre ich gerne schon stabiler. Aber anders als früher bleibe ich nicht mehr traurig und geschwächt im Schlamm liegen, sondern arbeite nach einer kurzen Zeit der Orientierung wieder weiter Richtung innerer Klarheit, Vertrauen, Akzeptanz und innerer Einheit. Besonders das Gefühl der inneren Einheit empfinde ich als sehr befreiend.

In Momenten des Glücks und der Verbundenheit mit meinen Herzen ist es in mir friedlich und still und von all den bestehenden Begrenzungen, wie Ängsten, alten Glaubenssätzen, Geldmangel usw. ist nichts spürbar. Stattdessen überwiegt das Gefühl von Freiheit, Stärke und Vertrauen – in mich, die Welt und das Leben. Dann scheint alles möglich zu sein.

Doch solche Momente sind nicht von Dauer. Sehr schnell melden sich innere Stimmen mit gegenteiligen Meinungen und Gefühlen und mit Bildern, die Angst machen und mich von der Umsetzung meiner Pläne abhalten sollen.

Du überschätzt dich.“ – „Das wirst du niemals schaffen.“ – „Du wirst auf der Straße landen. Ganz allein und niemanden wird das kümmern.“ – „Finde dich mit deiner Situation ab und laufe nicht irgendwelchen Hirngespinsten nach.“ – „Du hast es doch gut – brauchst nicht arbeiten und kannst deinen Tag so gestalten, wie du es möchtest; du hast genug Geld, um Wohnung und Essen zu bezahlen, hast Telefon und Internet; und niemand fordert irgendwas von dir. Was willst du denn noch?“ – „Wirf bloß nicht weg, was du jetzt hast.“ – „Wir werden völlig schutzlos sein – kein Dach über dem Kopf, kein Geld für Essen, frierend und hungrig werden wir unter eine Brücke hausen. Willst du uns das wirklich antun?“

Das Meiste davon kommt von den Ichs, die nicht wollen, dass ich mich dem Leben zuwende; die nicht wollen, dass ich unbekannte Wege wähle und Unsicherheiten eingehe; die nicht wollen, dass ich mutig bin, Erfolg habe und glücklich lebe. Und die nicht wollen, dass ich die Vergangenheit hinter mir lasse, im Heute ankomme und meine Zukunft gestalte – mit immer mehr glücklichen Momenten und vor allem mit Verantwortung.

Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen tragen ist für mich immer noch ein schwieriges Thema. Es macht Angst. Angst, zu versagen; Angst, in die falsche Richtung zu laufen; Angst, nicht für mich sorgen zu können; Angst, alleine da zu stehen; Angst, mit immer neuen Schwierigkeiten und nicht lösbaren Situationen konfrontiert zu werden; und Angst, dass mir unterwegs die Zuversicht und Ausdauer abhanden kommt. Um diesen Ängsten adäquat zu begegnen, fehlt mir aktuell noch eine ordentliche Portion Selbstvertrauen. Was einige Ichs an meinen Ideen besonders erschreckt, ist mein Hang, bei der Umgestaltung meines Lebens möglichst viele Sicherheiten fallen lassen zu wollen. Wie oft höre ich in den letzten Tagen den Satz: „Ohhh nein – ohne Sicherheiten können wir nicht überleben!“

Ja, ich gebe zu: In meinen euphorischen Höhenflügen denke ich oft, dass nur der Sprung ins kalte Wasser – ohne Rettungsring und sonstige Hintertürchen – mich richtig ins Vertrauen und ins Leben führen wird. Ganz nach dem Motto „Friss oder Stirb.“ und „Jetzt oder nie!“.

Ja, ich bin manchmal etwas sehr schnell mit Ideen, bei deren Umsetzung ich mich ohne jegliche Sicherheiten ins Leben stürzen würde. Die inneren Stimmen mit ihren Zweifeln und Ängsten sind da schon berechtigt – um mich zu bremsen und auch wieder den Verstand bei der Planung der nächsten Schritte einzuschalten. Glücklicherweise bin ich nicht so impulsiv, dass ich kopflos alles über Bord werfe und ins Nichts springe. Ein wenig Planung und vorausschauendes Handeln sind mir nach wie vor wichtig. Daran erinnern mich dann jedes Mal ein paar Ichs, die aufpassen und Stopp sagen. Ich danke euch dafür!

Trotzdem glaube ich, dass ich gewisse Sicherheiten aufgeben muss, um aus meiner Komfortzone heraustreten und meinen innersten Wünschen folgen zu können. Natürlich kostet mich das Überwindung. Diese Wünsche überhaupt erst einmal wahrzunehmen, sie anzunehmen und erste Pläne der Realisierung zu entwerfen – all das fühlt sich noch sehr unsicher und zum Teil auch ein bisschen bedrohlich an. Normalerweise bin ich eher zurückhaltend in der Umgestaltung meines Lebens und verwerfe viele Ideen schnell wieder – aufgrund eben dieser inneren Meinungen, Zweifel und Ängste.

Inzwischen habe ich aber offensichtlich etwas mehr Mut und ich freue mich über diese Entwicklung. Besonders oder gerade weil es sich jetzt um Veränderungswünsche handelt, die mir sehr wichtig sind. Es sind Wünsche, die ich im Herzen fühle.

Und trotzdem lasse ich mich in diesem Punkt so leicht verunsichern – inbesondere von Menschen im Außen. Wie viel Glauben sollte ich den Meinungen, Vorstellungen und dem Wissen anderer Menschen schenken? Möchte ich diesen überhaupt Glauben schenken? Oder ist es für mich hilfreicher, wenn ich an meine eigenen inneren Impulse und Visionen glaube? Wer bestimmt denn die Richtung meines Lebens? Andere Menschen, irgendwelche Umstände oder ich selbst?

Die Antwort ist klar. Ich allein bestimme und gestalte mein Leben – in jedem einzelnen Augenblick.

Doch die Unsicherheit in mir bleibt. Überschätze ich mich vielleicht doch, wenn ich jetzt beginne, meine Wünsche nach einer neuen beruflichen Perspektive und einem anderen Wohnort zeitnah zu realisieren? Wann wäre denn sonst der richtige Zeitpunkt dafür, wenn nicht jetzt? Wie lange soll ich noch warten und das Leben weiterhin in der Theorie studieren und analysieren und in meinem winzigen Lebensumfeld kreisen?

Ich bin schon viel zu lange ziellos herumgedümpelt. Jetzt habe ich wieder ein Ziel und möchte mein Boot am liebsten direkt dorthin navigieren. Natürlich ist mir klar, dass ich mein Ziel wahrscheinlich nicht auf dem direkten Weg erreiche, sondern unterwegs unterschiedliche Häfen anfahren muss. Aber das hält mich nicht davon ab, die Segel zu setzen und Fahrt aufzunehmen.

Wenn ich meine heutige Lebenssituation betrachte, erscheint die Umsetzung meiner Pläne allerdings völlig utopisch. Finanziell keine Reserven, kaum soziale Kontakte, acht Jahre aus dem Berufsleben raus, berentet mit dem Stempel „psychisch krank“ und abhängig vom Sozialhilfe-System.

Wie kann ich es unter diesen Voraussetzungen schaffen, eine Ausbildung im Bereich Tier-Energetik zu machen, nach Süddeutschland umzuziehen und dort mit Tieren und Menschen zu arbeiten?

Ich kann es nur schaffen, wenn ich aktiv werde; mich aus meiner Komfortzone herausbewege und Schritte in die gewünschte Richtung mache. Wenn ich mich Menschen öffne; um Hilfe bitte und mit meinen Fähigkeiten und Gaben ebenso für andere da bin; wenn ich von Herzen das gebe, was ich mir selbst für mich wünsche.

Aus Erfahrung weiß ich, dass ich Herausforderungen und wichtige innere Impulse immer möglichst zügig in die Umsetzung bringen muss. Sonst verpufft die positive Start-Energie und der Wunsch nach Veränderung verschwindet wieder in der Dunkelheit – und ich gefühlsmäßig ebenfalls. Daher also:

Ärmel hochkrempeln und los geht´s.

Je mehr Gegenwind nun im Außen aufbraust, umso mehr verteidige ich meinen Herzenswunsch. Vielleicht steckt da auch ein kleines Stück kindlicher Trotz mit drin. „Wenn ihr mir das nicht zutraut, dann werde ich euch zeigen, dass ich es schaffen kann. Jetzt erst recht!“

Trotz beinhaltet eine enorme Kraft, die sowohl in positiver als auch negativer Weise ausgedrückt werden kann. Auf positive Weise genutzt kann Trotz eine hervorragende Schubkraft bereitstellen, um eigene Grenzen zu überwinden.

Ich trotze den Widrigkeiten meiner Lebenssituation, den Ängsten und Begrenzungen, und folge meinen Träumen. Ich werde Wege finden, weil ich mich nicht länger von den inneren und äußeren Umständen einschränken lassen möchte.“

In diesem Sinne hat Trotz die Funktion des Standhaft-Bleibens und hilft dabei, mich nicht so leicht vom Weg abbringen zu lassen. Dabei geht es jedoch nicht darum, jemandem etwas zu beweisen oder mich gegen andere zu wehren. Sondern es geht darum, das zu erreichende Ziel immer wieder in den Fokus zu rücken, offen für Hinweise und Anregungen zu bleiben und mutig die nötigen Schritte zu wagen. Das ist die lichtvolle Seite von Trotz.

Wichtig ist, dass ich bei allem, was ich tue und plane, wirklich bei mir bleibe. Dass ich immer wieder in mich hinein spüre und prüfe, ob die Richtung noch stimmt; und bereit bin, diese auch anzupassen, falls das hilfreich oder nötig erscheint.

Trotz hat aber auch eine Schattenseite. Auf dieser Seite steht eine starke Abwehr. Man will sich gegen andere behaupten und im Recht sein. Schnell ist das Gefühl des Angegriffen-Werdens da. Jede Überlegung, die den Plan in irgendeiner Weise in Frage stellt oder mögliche Stolpersteine aufzeigt, wird trotzig-abwehrend weggeschoben. In diesem Fall ist Flexibilität bei der Gestaltung von Lösungswegen unmöglich, denn das Denken ist starr und Handlungen sind unüberlegt und aggressiv. „Euch werd´ ich´s zeigen!“

Obwohl man im Grunde seines Herzens weiß, dass der Plan bzw. das Ziel vielleicht nicht mal das gewünschte Ergebnis bringt, hält man krampfhaft an seinem Plan fest und redet ihn schön. In erster Linie wohl nur, um den eigenen Irrtum nicht zugeben oder den Schmerz des Versagens nicht fühlen zu müssen. Der Plan muss einfach gelingen – egal wie. Hier kann die starke Trotz-Energie zwar tatsächlich zum Ziel führen. Dieses ist allerdings nicht unbedingt auch der eigenen Lebensaufgabe dienlich. Das ist an sich nicht schlimm. Man läuft dann eben einen Umweg mit zusätzlichen Ballast und sammelt dabei auch auf diesem Weg Erfahrungen, die für die eigene Entwicklung wichtig sind. Der Weg ist also nicht falsch. Nur… einfacher und schneller könnte man sein gewünschtes Ziel vielleicht erreichen, indem man ehrlich zu sich selbst und zu anderen ist und flexibel in der Gestaltung der Wegführung bleibt.

Solange hinter meiner Handlung jedoch die Absicht steht, anderen etwas zu beweisen, mich „größer“ zu fühlen, Anerkennung für die vollbrachte Leistung zu bekommen oder im umgekehrten Fall evtl. sogar Schaden im eigenen Leben anzurichten – was bei destruktiven Ego-Anteilen bzw. Ichs nicht ganz abwegig ist – so lange werde ich mein Ziel, die Erfüllung meines Herzenswunsches, nicht erreichen. Es würde nur eine weitere Runde im Karussell der Wiederholungen bedeuten. Immer wieder und wieder, bis ich ehrlich meinem Herzensweg folge. Für mich, für meine Seele und auch zum Wohle aller Lebewesen in dieser Welt.

Ich habe mich entschieden, jetzt aus diesem Karussell auszusteigen. Entgegen der Ängste und äußeren Umstände. Ich mache es. Trotz_dem! Und ich glaube daran, dass ich die nötige Klarheit und innere Stärke haben werde, sobald ich mich dem Leben und den Menschen öffne und vertrauensvoll den Hinweisen meiner Seele folge.

Es ist Zeit, die Segel in den Wind zu drehen und auf Kurs zu gehen!


Bild: Pixabay, Angela Yuriko Smith (https://pixabay.com/de/schiff-gleichgewicht-sterne-magie-2804073/)

 

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